• Paradox Interactive: Sengoku PREVIEW

    Paradox Interactive arbeitet derzeit an einem neuen eigenen Titel: Sengoku. Laut Paradox stellt dieser eine Mischung aus Europa Universalis: Rome und Crusader Kings dar und hat seinen Schwerpunkt eher in RPG Elementen wie der Charakterentwicklung, als in der klassischen Länder- oder Armeeverwaltung. Unter Sengoku (jap. 戦国時代 sengoku-jidai, dt. Zeit der streitenden Reiche) versteht man jenes mittelalterliche Zeitalter Japans, das dem Ashikaga-Shōgunat folgte.
    Nach dem allmählichen Zerfall des Shōgunats, also der Zentralregierung, ringten hunderte lokale Fürsten - oder auch Feudalherren (Sengoku-Daimyō`s) - um die Herrschaft im Reich. Und genau hier beginnt unser Abenteuer.


    Mir selber fehlen detalliertere Hintergrundkenntnisse des feudalen Japans im 15. Jahrhundert und ehrlich gesagt habe ich seit "Lords of the Rising Sun" auf dem Amiga kein Spiel mehr gespielt, welches dieses Szenario bedient. Aber dennoch war ich recht schnell von dem Setting gefangen. Immerhin darf ich zugeben, dass ich in den achtziger Jahren keine Folge der US-Amerikanischen Fernsehserie "Shogun" - nach dem Roman von James Clavell (1924–1994) - mit Richard Chamberlain verpasste.

    Diverse Kampagnen werden zur Verfügung stehen. Der Schwierigkeitsgrad wird bestimmt durch die Auswahl der Familie mit dem der angehende Shogun vor hat sein Glück zu versuchen. Man darf entweder als schon recht einflussreicher Clanführer mit diversen Lehen und Vasallen in die Geschichte einsteigen oder als kleiner Regionalfürst, der sich erst einen Namen machen muss.




    Um seinen Einfluss auszubauen, muss man sich allen erdenklichen politischen, diplomatischen und militärischen Hilfen bedienen. Die eigenen Vasallen gilt es wohlwollend zu stimmen und militärisch zur Seite zu stehen, ohne diese jedoch zu mächtig und einflussreich werden zu lassen, wohingehend man auch die Belange oder Forderungen seiner Lehensherren oder Clanführer nicht aus dem Auge verlieren darf. Zumindest nicht solange, bis man vorhat einen eigenen Clan zu gründen.

    Der Einstieg in Sengoku wurde mir auch massgeblich durch zahl- und hilfreiche Tooltipps deutlich erleichtert, wodurch es mir schnell möglich war, die Grundelemente des Spiels zu verstehen. Das Spiel wird begleitet durch angenehme, der japanischen Zeitepoche entsprechende dynamische Soundtracks, welche so gut waren, dass ich nicht gleich die Lust verspürte die Hintergrundmusik abzuschalten. Sehr schön.



    Sengoku spielt man hauptsächlich auf einer hübschen dreh- und zoombaren Karte welche sich deutlich positiv in Sachen Qualtität und Detailgenauigkeit von früheren Paradox eigenen Titeln, wie Hearts of Iron oder Victoria, abhebt. Hier eilen wir mit einer Truppe einem Vasallen zur Hilfe, der von marodierenden Banden heimgesucht wird.



    Dem Regenten stehen mehrere Minister zur Verfügung, die selber ernannt und abberufen werden können. Diese sind nicht nur Dekoration, sondern übernehmen auch wichtige Aufgaben wie dem Ausheben von Truppen, dem Ausbau von Infrastruktur oder dem Anzetteln von Streitigkeiten unter den Nachbarn. Die eigenen Provinzen können aufgewertet, die eigene Burg ausgebaut werden. Auch die Religion spielt eine Rolle. Man darf sich traditionell dem Shintoismus bekennen oder sich dem Buddhismus anschliessen. Nach dem Eintreffen der Portugiesen - Mitte des 15. Jahrhunderts - kann man sich sogar zum Christentum bekennen.



    Da man in dem Spiel eine Dynastie über einen langen Zeitraum spielt, werden auch diese Minister älter und es stehen im Todesfall auch nicht immer adequate Nachfolger zur Verfügung. Wo wir schon bei dem Thema Dynastie sind: Die eigenen Nachkömmlinge sind auch nicht zu vergessen. Diese können mit Nachbarn verheiratet werden und aus ihrer Mitte sollte man geeignete Nachfolger bestimmen. Man hüte sich jedoch vor zornigen Nachbarn. Nicht dass man eines Nachts Besuch von Ninja Kriegern bekommt.



    Alles in allem ein bislang voll überzeugendes Spiel. Sengoku hat bei mir sofort Einzug in die "Must have"-Top Ten gehalten. Mehr möchte ich aber vorerst nicht über Sengoku berichten. Wir werden kurz vor Release, welcher derzeit auf Mitte September angesetzt ist, noch einen umfangreichen Spieletest vorlegen. Bis dahin: Sayonara.



    Die Previewversion wurde zur Verfügung gestellt von Paradox Interactive. Mehr Informationen erhaltet ihr auf der offiziellen Produktseite.



    Hier noch ein etwas älterer Announcement Trailer (ohne die angesprochene gute Hintergrundmusik. Diese hier scheint noch aus Hearts of Iron zu stammen).

    Kommentare 2 Kommentare
    1. Avatar von Pulk.
      Pulk. -
      Interessant. Werde aber eher wieder an der miesen KI verzweifeln wie bei der HOI oder Total War Reihe.
    1. Avatar von Wenck
      Wenck -
      Europa Universalis hatte mir immer gut gefallen. Ich bin gespannt wie das hier wird.
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